Sicherheit
Sicher online daten
Welche Daten Sie wann preisgeben, wie das erste Treffen sicher abläuft und welche Verhaltensweisen ein Warnsignal sind.
Online jemanden kennenzulernen ist heute normal und in aller Regel unproblematisch. Ein paar einfache Regeln sorgen dafür, dass es das auch bleibt.
Daten Schritt für Schritt preisgeben
Es gibt keinen Grund, am Anfang viel von sich preiszugeben. Was in den ersten Gesprächen nichts zu suchen hat:
- Wohnadresse und der genaue Stadtteil
- Arbeitgeber mit Standort
- Bankverbindung, Kreditkarte, Zahlungsdienste
- Ausweis- oder Passkopien
- Fotos, die Sie nicht öffentlich zeigen würden
Der Nachname und die private Telefonnummer können später folgen, wenn Vertrauen entstanden ist. Nutzen Sie bis dahin den Nachrichtendienst des Portals.
Vor dem ersten Treffen
Ein kurzes Telefonat ist die beste Absicherung, die es gibt – und gleichzeitig angenehm. Wer am Telefon ausweicht, obwohl seit Wochen geschrieben wird, ist einen zweiten Gedanken wert.
Das erste Treffen
Vier Punkte, die Sie einhalten sollten – nicht aus Misstrauen, sondern aus Selbstverständlichkeit:
- Öffentlicher Ort. Café, Restaurant, belebter Park. Keine Privatwohnung, in keine Richtung.
- Eigene An- und Abreise. Sie bleiben unabhängig und müssen sich nicht abholen lassen.
- Jemand weiß Bescheid. Eine vertraute Person kennt Ort, Zeit und Namen.
- Getränke im Blick behalten. Eine Selbstverständlichkeit, die man trotzdem gelegentlich vergisst.
Das eine Warnsignal, das alles überstrahlt
Geld. Wer Sie um Geld bittet, bevor Sie sich persönlich getroffen haben, ist kein Interessent – gleich, wie plausibel die Geschichte klingt. Notfall im Ausland, blockierte Konten, Zollgebühren für ein Paket, eine dringende Operation: Es sind immer dieselben Muster.
Die Regel dazu ist einfach und kennt keine Ausnahme: Kein Geld an Menschen, die Sie nicht im echten Leben kennen.
Weitere Anzeichen, die stutzig machen sollten
- Drängen, sofort auf einen anderen Messenger zu wechseln
- große Gefühlserklärungen nach wenigen Tagen
- ständige Ausreden gegen ein Treffen oder Videotelefonat
- Fotos, die wie aus einem Katalog wirken
- Druck, Fotos oder Videos zu schicken
Wenn etwas passiert ist
Brechen Sie den Kontakt ab und melden Sie das Profil dem Portal. Wenn Geld geflossen ist, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – auch wenn es unangenehm ist. Sie sind damit nicht allein: Diese Betrugsform ist verbreitet und trifft besonders häufig Menschen, die höflich und hilfsbereit sind.
Der erste Schritt kostet nichts
Sie müssen nichts überstürzen. Legen Sie ein Profil an, schauen Sie sich um und schreiben Sie erst dann, wenn Ihnen jemand auffällt.
Die Anmeldung ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten.Häufige Fragen
Welche Daten sollte ich am Anfang nicht angeben?
Wohnadresse, Arbeitgeber mit Standort, Bankdaten und Ausweiskopien. Auch der volle Name ist am Anfang nicht nötig.
Ist ein Telefonat vor dem Treffen sinnvoll?
Sehr. Zehn Minuten Stimme sagen mehr als hundert Nachrichten und zeigen schnell, ob jemand ist, wer er vorgibt zu sein.
Was mache ich bei einem unangenehmen Kontakt?
Kontakt abbrechen, Person blockieren und beim Portal melden. Sie schulden niemandem eine Erklärung, der Ihre Grenzen nicht respektiert.
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026